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Mit dem vereinfachten Modell sind die wesentlichen Einflußfaktoren zur Darstellung der Dampfturbine und der Nebenkomponenten (Kessel und Regelungseinrichtungen) wiedergegeben. Trotz der Vereinfachungen, die gemacht wurden, liefert das Modell Ergebnisse, die zumeist nur um maximal 5% von dem SIEMENS-Modell abweichen.
Für die ausgewählten Konfigurationen (Warmstart und normale Anfahrgeschwindigkeit) ist das Ersatz-Modell lauf- und aussagefähig. Es schafft durch seine vereinfachten Ansätze und die klare Struckturierung die Voraussetzungen zur Erweiterung, indem durch Variation der entsprechenden Kennlinien unterschiedliche Startbedingungen (Kalt-, Warm- und Heißstart) dargestellt werden können. Die drei Kesselarten können ebenfalls durch entsprechende Kennlinien in das Ersatz-Modell integriert werden.
In dem Modellabschnitt der Anwärmung des Gehäuses und der Welle sind die größten Abweichungen festzustellen. In diesem Bereich erfolgt auch die stärkste Reduktion der Anzahl an Gleichungen. Der Versuch, das Schichtenmodell mit mehreren Schichten aufzubauen, hat allerdings kaum Verbesserungen in den Ergebnissen geliefert. In diesem Modellabschnitt liegen die wirkungsvollsten Möglichkeiten, das Ersatz-Modell weitergehend zu überarbeiten.
Zur Erstellung dieser Arbeit standen das Pflichtenheft und das Programm ANFSIM zur Verfügung. Probleme bei der Erstellung der Arbeit bestanden vor allem in der Komplexität des SIEMENS-Programms. Durch die vielen extern gespeicherten Daten ist die Übersichtlichkeit beeinträchtigt, zumal in den externen Programmroutinen oft keine Erklärungen der Verweise vorhanden sind. In dem SIEMENS-Modell sind zumeist bezogene Werte (T, p, , n und P) verwendet worden. Da an einigen Stellen auch nicht-bezogene Werte verwendet werden, führte dies vor allem zu Beginn der Arbeit zu Verständnisproblemen. Das Ersatz-Modell ist ohne bezogene Werte aufgebaut worden. Die einzige Ausnahme ist der Eingang in die Kesselkurven. Hierbei ist der Wert aus Leistung und Drehzahl bezogen dargestellt. Diese Vorgehensweise macht das Ersatz-Modell überschaubarer.
Abschließend ist festzustellen, daß das Ziel, mit dem Ersatz-Modell dynamische Optimierungen durchzuführen, erfüllt wurde. Des weiteren ist festzuhalten, daß durch die Vereinfachungen in dem Ersatz-Modell die Zeit zum berechnen eines Warmstarts um den Faktor 20 gesunken ist. Hierdurch ist es außerdem möglich mit dem Ersatz-Modell das sehr rechenintensive Optimierungsverfahren „Simulated-Annealing“ anzuwenden, dessen Entwicklung ebenfalls am Institut für Energietechnik der TU-Berlin betrieben wird.
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